Caritas appelliert an zukünftige Landesregierung: Pflege stärken und zukunftsfest aufstellen
Der Fachkräftemangel wachse, während die Zahl der Pflegebedürftigen weiter steige, warnt Bernd Mones von der Liga Brandenburg, die rund 600 soziale Träger vertritt. Gleichzeitig nähmen die Kosten für Heimbewohnerinnen und Heimbewohner sowie deren Angehörige kontinuierlich zu.
Aus Sicht der Caritas muss sich Brandenburg gemeinsam mit anderen Bundesländern für eine grundlegende Neuorganisation der Pflegeversicherung einsetzen. Zudem ist eine deutliche Aufstockung des Pakts für Pflege als wichtiges Förderprogramm des Landes dringend erforderlich.
Mit Blick auf die mögliche künftige Koalition aus SPD und CDU zeigt sich Herr Mones vorsichtig optimistisch, dass nicht bei der sozialen Infrastruktur gespart wird. Eine verlässliche soziale Infrastruktur ist auch angesichts des Fachkräftemangels wirtschaftspolitisch geboten, da Familien mit Kindern und Angehörige von Pflegebedürftigen sowie z.B. Eltern von behinderten Kindern entlastet werden. Zwar könne die finanzpolitische Lage herausfordernd sein, fachlich und inhaltlich sehe er jedoch gute Voraussetzungen, um die richtigen Weichen für eine verlässliche Pflegeversorgung zu stellen.