Projekt care@work
Im Durchschnitt werden diese Menschen 49 Stunden pro Woche gepflegt, dies ist mehr als eine Vollzeitstelle im Arbeitsverhältnis. Zwei Drittel der Angehörigen sind berufstätig. Viele pflegende Angehörige reduzieren ihre Arbeitszeit oder geben ihre Arbeit gänzlich auf. Vor allem die Pflege von demenziell Erkrankten ist herausfordernd und führt zu hoher psychischer Belastung.
Unser Projekt zielt darauf ab, pflegende Angehörige in Unternehmen durch betriebliche Sozialarbeit zu unterstützen. Durch gezielte Maßnahmen möchten wir diesen Mitarbeitenden helfen, ihre Pflegeaufgaben besser zu bewältigen und gleichzeitig ihre berufliche Leistungsfähigkeit zu erhalten.
Innerhalb unseres Projektes begleiten wir Unternehmen bei einer pflegesensiblen Unternehmensgestaltung. Durch die Implementierung pflegesensibler Maßnahmen können Unternehmen ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern und Fachkräfte langfristig binden. Wir möchten die Mehrfachbelastung der Arbeitnehmenden durch Pflegeverantwortung und Beruf in Unternehmen sichtbar machen und mit unserem Projekt zu mehr Sensibilität und Offenheit beitragen. Durch offene Kommunikation können Hemmschwellen abgebaut und ein Verständnis für die Herausforderungen pflegender Mitarbeitender geschaffen werden, was zusätzlich einen Beitrag zur Enttabuisierung des Themas innerhalb der Gesellschaft leistet.