Menschen in der Caritas - Doreen Schulz: Mit Herz und Leidenschaft für die Menschen in Großräschen
Seit 2007 gehörte sie zum Team der Sozialstation St. Martin in Großräschen. Nach fast zwei Jahrzehnten sagt sie noch immer mit Überzeugung: "Ich bin gerne hier."
Der Weg zur Caritas begann nach der Geburt ihres zweiten Kindes. Da sie nicht täglich nach Cottbus pendeln wollte, suchte sie eine berufliche Perspektive in ihrer Heimatregion. Die Ausbildung hatte sie bereits in Cottbus absolviert, später qualifizierte sie sich zur Pflegedienstleiterin weiter. In der Sozialstation St. Martin fand sie schließlich den Ort, an dem sie ihre berufliche Zukunft gestalten konnte.
Viele Jahre war sie stellvertretende Leitung, bevor sie zunehmend Verantwortung für die Weiterentwicklung der Einrichtung übernahm. Ein besonderer Meilenstein war die Eröffnung der Tagespflege im September 2018. Von der ersten Idee bis zur Umsetzung war Doreen Schulz eng eingebunden. Gemeinsam mit ihrem Team wählte sie Möbel, Ausstattung und Wäsche aus und gestaltete Räume, in denen sich die Gäste wohl und willkommen fühlen können.
"Wenn ich heute durch die Tagespflege gehe, erfüllt es mich noch immer mit Stolz zu sehen, was wir gemeinsam geschaffen haben", erzählt sie.
Kaum war die Tagespflege eröffnet, folgte mit der Corona Pandemie eine der größten Herausforderungen ihrer beruflichen Laufbahn. Von heute auf morgen mussten neue Wege gefunden werden, um die Betreuung der Gäste sicherzustellen. Viele Tagesgäste wurden in ihren eigenen vier Wänden besucht, damit sie weiterhin Unterstützung und soziale Kontakte erhielten. Gleichzeitig galt es, ständig neue Vorgaben umzusetzen und auf ungewohnte Situationen zu reagieren.
Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr der außergewöhnliche Zusammenhalt des Teams. Als Schutzmaterial knapp war, nähte eine Kollegin im Homeoffice mehr als 300 Masken. Mit einer Kollegin und Herr Markus Nowak, Kompetenzbereichsleiter Altenpflege/Pflege/Alternde Gesellschaft wurde eine Notbetreuung für die Kinder der Mitarbeiter aus Großräschen und Senftenberg in der Tagespflege organisiert.
"Es war für uns alle eine herausfordernde Zeit. Manchmal wussten wir morgens nicht, was uns am Nachmittag erwartet. Aber wir haben zusammengehalten und immer nach Lösungen gesucht", erinnert sich Doreen Schulz.
Bis heute schätzt sie besonders die Nähe zu den Menschen. Ihr Anliegen ist es, den Gästen der Tagespflege einen Ort zu bieten, an dem sie Gemeinschaft erleben, Freude haben und sich gut aufgehoben fühlen.
Auch Kompetenzbereichsleiter Markus Nowak würdigt ihr Engagement und das ihres Teams: "In der Tagespflege "Alte Lausitz" wird mit viel Herzblut gearbeitet. Das Team entwickelt immer wieder neue Ideen und schafft Angebote, die den Menschen Freude bereiten und ihren Alltag bereichern. Doreen Schulz hat daran einen großen Anteil."
Für Doreen Schulz ist genau das der schönste Teil ihrer Arbeit: Menschen ein Lächeln zu schenken, ihnen Aufmerksamkeit zu geben und gemeinsam mit ihrem Team jeden Tag ein Stück Lebensqualität zu schaffen.
