Gedenken zum 25. Todestag von Pfarrer Hartmut Kania
Eingeladen hatte Pfarrer Gregor aus Schwarzkolm. Einigen der gut 40 Weggefährten und Unterstützer war es einen weiten Weg wert, dabei zu sein - aus Cottbus, Schwarzheide, Drebkau, Finsterwalde, Wittichenau, Dresden und sogar aus Hameln. Überraschungsgast war Irina Timkowa, Leiterin der Malteser in St. Petersburg. Die sieben Jahre als rechte Hand Kanias haben sie geprägt, bevor sie dessen Nachfolgerin in dieser Funktion wurde.
Pfarrer Gregor betonte die Kreativität Kanias. Seine Predigten und Ansätze schöpften nicht aus abgestandenem Zisternenwasser, sondern waren "Brunnenpredigten" - stets lebendige, neue Antworten auf das, was ihm begegnete. So schenkte er denen Hoffnung, die für sich selbst keine Hoffnung mehr sahen.
"Pfarrer Kania liebte Titel, von denen er reichlich hatte", erinnerte Pfarrer Gregor in seiner Gedenkrede mit einem Schmunzeln: "Pfarrer", "Konsistorialrat Ermland", "Monsignore", "Caritasdirektor St. Petersburg", "Geistlicher Direktor der Malteser in St. Petersburg" und "Caritasdirektor für Russland". Doch all diese beeindruckenden Titel waren es nicht, die die Anwesenden in ihrer Erinnerung bewegte. "Für uns ist er einfach Kania", hieß es liebevoll. Was die Menschen bis heute verbindet, ist vielmehr die Person selbst - das "Phänomen Kania": dieser Mann mit seiner tief geistlich verwurzelten und beeindruckenden Sicht auf die Menschen, insbesondere auf Menschen in Not.
Auch in St. Petersburg fand zeitgleich eine Gedenkveranstaltung statt. "Pater Kania" nennen sie ihn dort und pflegen sein Andenken mit besonderer Entschlossenheit. Was Pater Kania ihnen vorgelebt hat, wollen sie als prägendes Erbe der Caritas bewahren und "im Geiste Pater Kanias" den Menschen begegnen und ihnen dienen.
Nicht zuletzt gehörten zum Gedenken - hier wie dort - auch freudige Momente mit so mancher Anekdote. Denn auch das war Kania: ein Mensch, der Hoffnung und Freude verbreitete.
