Krabbelwiese, Stille Wiese und ganz viel Familienmagie beim Cottbuser Kinder- und Familienfest
Bereits zum zweiten Mal fand das Fest an diesem schönen Ort statt. Das Caritas Familienzentrum und der Carpe Family Treff der Diakonie aus Sandow nutzten die Gelegenheit, ihre bereits bestehende Zusammenarbeit weiter sichtbar zu machen und gemeinsam ein besonderes Angebot für Familien zu gestalten.

Mit unserer "Still(e)Krabbelwiese" entstand ein kleiner Ort zum Ankommen, Entdecken, Bewegen, Ausprobieren und Austauschen - vor allem für die ganz Kleinen. Auf Matten konnten es sich Eltern und Kinder gemütlich machen, während zahlreiche Materialien zum Greifen, Fühlen, Hören und Bewegen einluden. Bausteine zum Klettern, Tücher, Klänge, Greiflinge und Materialien für die taktile Wahrnehmung machten die Wiese zu einem kleinen Erlebnisraum für Babys und Kleinkinder.
Auch für die etwas größeren Kinder gab es viel zu entdecken: Ein Bewegungsparcours lud zum Balancieren und Ausprobieren ein und mit Steckenpferden konnten die Kinder ihre ganz eigene kleine Abenteuerreise starten.
Für werdende Eltern und Familien mit ganz kleinen Babys gab es außerdem ein kreatives Angebot. Gemeinsam konnten kleine, flatternde Greiflinge gestaltet werden: Holzringe wurden mit bunten Bändern umwickelt, die anschließend im Wind flatterten und zum Schauen, Greifen und gemeinsamen Entdecken mit dem Baby einluden. So entstand ganz nebenbei ein einfaches, liebevoll selbst gestaltetes Wahrnehmungsspielzeug.

Neben der Krabbel- und Still(e)Wiese gab es einen großen gemeinsamen Infostand. Dort präsentierten das Caritas Familienzentrum, der Carpe Family Treff und die Diakonie ihre vielfältigen Angebote für Familien. Zahlreiche Flyer, Kinder- und Elternbücher sowie Fachliteratur lagen aus. Auch Materialien aus unseren Gruppenangeboten - beispielsweise zu Gefühlen, Autonomieentwicklung, kindlicher Entwicklung und Co-Regulation - luden dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Dabei entstanden viele schöne Begegnungen. Eltern informierten sich über Angebote, die sie bisher noch nicht kannten, und auch Großeltern kamen mit uns ins Gespräch. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, wie sich Vorstellungen von Erziehung und Kinderbegleitung verändert haben - und was Kinder heute brauchen.
Dabei wurde eines besonders deutlich: Kinder wachsen nicht allein. Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu begleiten. Familie, Großeltern, Freundinnen und Freunde, Fachkräfte, Nachbarschaft und viele weitere Menschen können dazu beitragen, dass Kinder sicher, geborgen und mit Freude aufwachsen können.
Ganz im Sinne des Caritas-Mottos "Gemeinsam geht was" wurde genau diese Miteinander gestern gestärkt.

Und so war unsere Wiese nicht nur ein schönes Angebot für einen Festtag, sondern gleichzeitig ein kleiner Einblick in das, was auch unsere reguläre Arbeit im Caritas Familienzentrum ausmacht: ein geborgenes kleines Nest mitten im Alltag. Ein Ort, an dem Familien ankommen, durchatmen, sich austauschen und Fragen loswerden können. Ein Ort, an dem Kinder entdecken, sich bewegen und ausprobieren dürfen. Und ein Ort, an dem auch Eltern etwas für sich mitnehmen können - sei es ein hilfreiches Buch, eine neue Perspektive oder einfach das gute Gefühl: Ich bin damit nicht allein.
Viele Familien machten es sich auf der Wiese gemütlich, einige brachten sogar ihre eigenen Picknickdecken mit. Während die Kinder die Materialien erkundeten, konnten Eltern beobachten, miteinander ins Gespräch kommen, Bücher anschauen oder ganz nebenbei mehr über Themen wie Co-Regulation und die Begleitung kindlicher Gefühle erfahren.
Es war ein rundum gelungenes Fest mit vielen Begegnungen, neugierigen Kindern, interessierten Eltern und Großeltern und ganz viel gemeinsamer Familienzeit. Wir freuen uns sehr, dass wir so viele Menschen auf unsere Angebote aufmerksam machen konnten - und vor allem darüber, dass unsere kleine Krabbel- und Stille Wiese zu einem Ort wurde, an dem sich Familien einfach wohlfühlen konnten.
