LIGA Brandenburg im Caritas-Zentrum Sankt Johannes
Vereinbarkeit weiterdenken" nach Cottbus ein. Veranstaltungsort war das Caritas-Zentrum Sankt Johannes. Von 10:00 bis 16:00 Uhr kamen dort Fach- und Leitungskräfte aus Kitas und Jugendhilfe, Trägervertretungen, Elterninitiativen, Unternehmensnetzwerke, Gleichstellungsbeauftragte sowie Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft zusammen, um über die Zukunft der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ins Gespräch zu kommen.
Im Mittelpunkt des Fachtags stand die Frage, wie Vereinbarkeit gelingen kann, wenn Familien im Alltag weiterhin mit strukturellen Herausforderungen konfrontiert sind. Eingeschränkte Betreuungszeiten, Fachkräftemangel und fehlende Abstimmungen zwischen Arbeitswelt und Familienrealität belasteten viele Eltern und Familien. Der Fachtag bot Raum für Austausch, neue Perspektiven und gemeinsame Lösungsansätze - mit dem Ziel, Vereinbarkeit nicht länger als individuelles Problem, sondern als gesellschaftliche Aufgabe zu verstehen.
"Familien brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, damit Sorgearbeit und Beruf nicht gegeneinander ausgespielt werden. Dafür braucht es gemeinsames Handeln von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft", betonte Diözesancaritasdirektor Herr Bernd Mones in seiner Begrüßung.
Das Programm umfasste Fachimpulse von Prof. Dr. Gerlind Große von der FH Potsdam sowie Prof. i.R. Dr. Uta Meier-Gräwe von der Justus-Liebig-Universität Gießen. In verschiedenen Workshops wurden konkrete Forderungen und Handlungsperspektiven aus Sicht von Kitas, Eltern und mit Blick auf das Kindeswohl erarbeitet. Die Ergebnisse flossen in eine abschließende Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft und Wohlfahrtsverbänden ein. Moderiert wurde der Fachtag von Milena Neumes.
Auch Bettina Schwarz, Kompetenzbereichsleiterin, hob die Bedeutung des Austauschs hervor: "Der Fachtag hat gezeigt, wie wichtig es ist, die unterschiedlichen Perspektiven zusammenzubringen und gemeinsam tragfähige Lösungen für Familien zu entwickeln. Vereinbarkeit darf keine tägliche Belastungsprobe bleiben."
Mit der Veranstaltung setzte die LIGA Brandenburg gemeinsam mit ihren Partnern ein Zeichen für mehr gesellschaftliche Verantwortung und bessere Rahmenbedingungen für Familien.
